Modifikation von kognitiven Verzerrungen
Kognitive Verzerrungen sind Abkürzungen – Muster, die wir anwenden, nach denen Alltagserfahrungen Gründen und Intentionen zugeordnet werden. Sie bestimmen, worauf wir unsere Aufmerksamkeit richten und wie sowie was wir uns über unser Umfeld und unsere Erfahrungen merken. Kognitive Verzerrungen sind erlernt. Sie basieren auf Erfahrungen, die wir in der Kindheit und Adoleszenz sammeln. Sie helfen uns, schnell Entscheidungen zu treffen, und in vielen Situationen können sie uns vor möglichen Gefahren schützen. Allerdings können kognitive Verzerrungen uns auch darin zurückhalten, neue, positive Erfahrungen mit anderen zu machen, da wir Gefahr und böse Absichten teilweise auch dort erkennen, wo objektiv keine sind. Einmal etabliert, verfestigen sich Verzerrungen selbst (selektive Wahrnehmung). Deshalb kann es sehr nützlich und manchmal notwendig sein, diese zu verändern, um persönlich weiterzukommen. Eine zentrale Komponente meiner Forschung fokussiert sich auf die Veränderung solcher Verzerrungen und die damit assoziierten emotionalen und sozialen Folgen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene.